Die Gemeinde Hövelhof will langfristig - in Zusammenarbeit mit einer Nachbarkommune - eine eigene untere Bauaufsichtsbehörde führen. Diesem Antrag der CDU hat der Haupt- und Finanzausschuss in seiner jüngsten Sitzung einstimmig zugestimmt. Der Bürgermeister soll nun Kontaktgespräche mit möglichen Partnern führen.
Burkhard Hemesath, Vorsitzender des Bau- und UmweltausschussesHövelhof sei, so Burkhard Hemesath, eine weiterhin wachsende Gemeinde, in der auch künftig viel gebaut werde. Bereits in den vergangenen Jahren seien durch die Baugenehmigungen »nicht unerhebliche Mittel« in die Kreiskasse geflossen. Dieses Geld soll nun in Hövelhof bleiben. Die Gemeindeprüfungsanstalt habe bestätigt, dass die Wahrnehmung dieser Aufgabe sich finanziell zumindest trage. Außerdem verspricht sich die CDU durch eine Baugenehmigungsbehörde vor Ort bürgernahe Entscheidungen.
Eine Zusammenarbeit mit einer anderen Kommune bringe Synergieeffekte, sagte dazu auch Bürgermeister Michael Berens. »Bislang ist das Geld für die erteilten Genehmigungen an uns vorbeigerauscht«, sagte er. Nachbarkommunen mit eigenen Baugenehmigungsbehörden hätten ihm versichert, dass über Jahre immer mehr Geld eingenommen worden sei, als das Personal koste. Mögliche Kooperationspartner seien Delbrück oder Schloß Holte, die bereits entsprechende Einrichtungen haben, aber auch andere Gemeinden.
Meldungen, nach denen die Gemeinde Lage eine solche Zusammenarbeit wieder aufgegeben habe, kommentierte Berens mit der Bemerkung, man solle Hövelhof nicht mit »irgendwelchen Dörfern in Lippe« vergleichen.