CDU Gemeindeverband Hövelhof

CDU will als starkes Team punkten

Gemeindeparteitag der Hövelhofer Union – Wahlkreiskandidaten aufgestellt – Berens einstimmig nominiert

Die Sennegemeinde Hövelhof ist nach Ansicht von CDU-Gemeindeverbandschef Udo Neisens mit der CDU »in guten Händen« und möchte die starke Position der Union zur Kommunalwahl am 25. Mai 2014 nicht nur festigen, sondern möglichst noch ausbauen. Selbstbewusst, optimistisch und ohne Querelen stellte die CDU am Freitagabend im Gasthof Kersting ihre Wahlkandidaten auf.
Mit diesen Bewerbern tritt die CDU Hövelhof im Mai 2014 zur Kommunalwahl in 17 Wahlbezirken an. Die Reserveliste führen (oben 3. und 4. von links) CDU-Fraktionschef Wilfried Lappe und stellvertretende Bürgermeisterin Monika Rodehuth an. Foto: SpiesMit diesen Bewerbern tritt die CDU Hövelhof im Mai 2014 zur Kommunalwahl in 17 Wahlbezirken an. Die Reserveliste führen (oben 3. und 4. von links) CDU-Fraktionschef Wilfried Lappe und stellvertretende Bürgermeisterin Monika Rodehuth an. Foto: Spies
 Mehrfach bemühte Neisens in seiner Rede vor dem Wahlmarathon die Fußballersprache: »Politik ist ein Mannschaftsspiel. In Person von Bürgermeister Michael Berens haben wir einen ambitionierten Stürmer, der in ein gutes Team integriert ist und eine beeindruckende Leistungsbilanz aufweisen kann. Er stand deswegen auch schon auf der Transferliste anderer Kommunen, bekennt sich aber weiterhin zu Hövelhof, so dass wir ihn ein weiteres Mal als Bürgermeisterkandidaten vorschlagen.«

Wie sehr die Union mit Berens' Arbeit zufrieden ist, dokumentierte das Abstimmungsergebnis: Der 45-jährige bekam am Freitag 76 der 76 abgegebenen Stimmen.

Weiter sagte Neisens, aufgrund der aktuellen Mehrheitsverhältnisse im Rat (die Union besetzt 23 der 34 Mandate) trage die Union im wesentlichen die Veranwortung für die politischen Entscheidungen in Hövelhof. »2014 wollen aber auch die Grünen wieder einmal zur Kommunalwahl antreten. Das Spiel wird also härter werden, und auch vor Rempeleien wird vermutlich nicht zurückgeschreckt«, sagte Neisens.

Zur aktuellen Schuldiskussion – SPD, FDP und Grüne hatten unlängst der CDU in scharfer Form vorgeworfen, die Ermittlung des Bürgerwillens zur künftigen Schulentwicklung zu blockieren – erklärte Udo Neisens, es sei hinlänglich bekannt, dass an der Realschule und an der Krollbachschule in überschaubaren Einheiten nachweislich hervorragende Arbeit geleistet werde. »Andere Schulformen – bessere Ergebnisse? Was sollen externe Gutachter hier denn feststellen? Durch die Anmeldung ihrer Kinder zu unseren bestehenden Schulen entscheiden die Eltern Jahr für Jahr für das bewährte System in Hövelhof.« Sollte wirklich einmal eine Änderung notwendig sein, könne man sich immer noch darüber unterhalten – ideologiefrei und dann, wenn die Zeit dafür reif sei.

Neisens: »Ich frage mich: Warum lässt sich Mario Schäfer, der SPD-Fraktionsvorsitzende, vor die grüne Rikscha spannen? Was treibt ihn dazu an?« Die von Grünen, SPD und FDP entfachte Schuldiskussion wertet Neisens als »durchsichtiges Wahlkampfmanöver.«

Hövelhof könne stolz auf das in den vergangenen Jahren Erreichte sein. Die pro-Kopf-Verschuldung betrage in Kürze nur noch 208 Euro, was vergleisweise ein hervorragender Wert sei. In Hövelhof werde ein solides Finanzmanegement betrieben, die Einwohnerzahl wachse, den heimischen Betrieben gehe es gut, die Anzahl der sozialversichjerungspflichtigen Arbeitsplätze sei auf mehr als 5000 geklettert.

»Wir wollen, dass sich die Wirtschaft in Hövelhof weiter entfalten kann, dass neue Arbeitsplätze hinzukommen. Aber die NRW-Landesregierung verbietet das. Die Entwicklungsmöglichkeiten des eher ländlichen Raumes sind von Düsseldorf auf auf Null gesetzt worden, um Industriebrachen im Ruhrgebiet zu beleben. Das ist die Wahrheit.«

In einer leidenschaftlich-flammenden Rede bekannte Bürgermeister Michael Berens: »Ich brenne für Hövelhof!« Doch es gehe eben nicht nur um Emotionen, sondern vordringlich um Verantwortung für die Sennegemeinde. Die wolle er gern mit der CDU weiter tragen. »Ich bin Bürgermeister für alle Hövelhofer, aber ich verstecke mein Parteibuch auch nicht«, signalisierte er.

Berens fehlt jegliches Verständbis dafür, dass die »NRW-Landesregierung die weitere wirtschaftliche Entwicklung Hövelhofs blockiere.« Etliche Betriebe würden hier gern investieren, dürften aber nicht. »Aufgeben bringt aber nichts. Wir sind auf die Nachbarkommune Schloß Holte-Stukenbrock zugegangen, um an der Gemeindegrenze, aber auf Schloß Holte-Stukenbrocker Gebiet, ein interkommunales Gewerbegebiet zu entwickeln.«

Von den Gewerbesteuereinnahmen her könne es in einer pro-Kopf-Rechnung keine andere Kommune im Kreis Paderborn mit Hövelhof aufnehmen.

Zur Schulpolitik sagte Berens, die Gemeinde habe in den vergangenen Jahren in die bestehenden Schulen und auch Kindergärten, in Bildung, investiert. In der Elternschaft herrsche hohe Zufriedenheit. »Und wenn ich den Ruf nach Inklusion höre, kann ich nur sagen. An der Krollbachschule wird Inklusion schon seit Jahren sehr erfolgreich praktiziert«, sagte Berens. Den Bedarf an neuen Schulformen könne man auch herbeireden.   .   .

Unter der Wahlleitung von CDU-Kreisgeschäftsführer Hanswalter Lüttgens wurden beim Parteitag anschließend sämtliche Kandidaten in großer Geschlossenheit aufgestellt. Weil der Kreis Paderborn die 300   000-Einwohner-Marke überschritten hat, wird es künftig wieder zwei eigene Hövelhofer Kreistagswahlbezirke geben. Nominiert wurden Christoph Schön (Hövelhof-West) und Claire Micus (Hövelhof-Ost); beide gehören dem Kreistag Paderborn bereits an.