CDU Gemeindeverband Hövelhof

CDU Hövelhof bekennt sich zum Schulsystem der Vielfalt

Keine Experimente in der Hövelhofer Schulpolitik

Angesichts der Schuldebatte in einigen Nachbarkommunen beschäftigte sich der Vorstand der Hövelhofer CDU eingehend mit der Entwicklung der kommunalen Bildungssysteme im Kreisgebiet. „Wir in Hövelhof stehen weiterhin zum bewährten dreigliedrigen Bildungssystem“, so Udo Neisens, der Vorsitzende der Hövelhofer CDU.
Hövelhofer Schulzentrum - links die Franz-Stock-Realschule, rechts die KrollbachschuleHövelhofer Schulzentrum - links die Franz-Stock-Realschule, rechts die Krollbachschule
Die Gemeinde Hövelhof unterhält neben drei Grundschulen, einer Realschule auch eine Hauptschule. Gerade diese Schulform scheint derzeit kreisweit durch die anhaltenden Diskussionen in ihrem Bestand bedroht zu sein. „Die Hövelhofer Schulleitungen von Real- und Krollbachschule haben uns eindringlich gebeten, von Veränderungen der Schulstrukturen abzusehen“, so Neisens. Die Hövelhofer Schulen der Sekundarstufe I würden die Schülerinnen und Schüler für das Berufsleben oder einen Besuch einer weiterführenden Schule in hervorragender Art und Weise vorbereiten. Sowohl die Realschule als auch die Krollbachschule wiesen hohe Vermittlungsquoten in den ersten Arbeitsmarkt auf und kooperierten eng mit der heimischen Wirtschaft. Zudem seien gerade kleinere Schulen besser in der Lage, starke und schwache Schüler individuell zu fördern, da dort noch jeder Schüler bekannt sei.

Verständnis äußerte Neisens für die Bemühungen anderer Kommunen, ihre Schulstrukturen demographiefest zu gestalten. Jedoch sei es bedenklich,  mit einem Schulversuch eine neue Schulform wie die Gemeinschaftsschule vorbei am Landesgesetzgeber zu installieren. Schulpolitische Experimente dürften nicht auf dem Rücken von Kindern und deren Eltern ausgetragen werden.

Die Hauptschule als eigenständiger Bildungsgang ist in der Landesverfassung garantiert. Durch den Schulversuch „Gemeinschaftsschule“ werde der Versuch unternommen, die Hauptschule als eigenständige Schulform auszutrocknen. Äußerungen der schulpolitischen Sprecherin der Grünen, das dreigliedrige Schulsystem sei ein Überbleibsel der Ständegesellschaft des 19. Jahrhunderts, werden von der CDU zurückgewiesen. Derartige Behauptungen würden auf Unkenntnis deuten und bewiesen die nach wie vor bestehende Ideologie der Schulkämpfe der 1970er Jahre. Die Hövelhofer CDU appelliert an die im Landtag vertretenden demokratischen Parteien, den Schulfrieden in Nordrhein-Westfalen wieder herzustellen und eine nachhaltige Schulstruktur zu schaffen.

Die Hövelhofer CDU ist voller Zuversicht, dass sich die bekannten Marken Realschule und Krollbachschule auch bei Veränderungen der Schulstrukturen in der Nachbarschaft halten werden. Im Wettbewerb der Schulsysteme spricht die CDU auch eine Einladung aus. „Wir freuen uns über Schülerinnen und Schüler aus unserer Nachbarschaft“, so Neisens.