CDU Gemeindeverband Hövelhof

Senne: Linnemann sondiert in Berlin

„Voreilige Nationalpark-Pläne gefährden Bundeswehrstandort“

Kreis Paderborn. Der Bundestagsabgeordnete für Paderborn und Schloß Holte-Stukenbrock, Carsten Linnemann, hat im Berliner Verteidigungsministerium erste Sondierungsgespräche zur Zukunft des Bundeswehrstandorts Augustdorf geführt. Der CDU-Politiker warnt davor, den Senne-Standort durch voreilige Nationalpark-Diskussionen zu gefährden.
Foto (von links): Ralph Brinkhaus (Gütersloher CDU-Bundestagsabgeordneter), Thomas Kossendey (Staatssekretär im Verteidigungsministerium) und Carsten Linnemann (Paderborner CDU-Bundestagsabgeordneter).Foto (von links): Ralph Brinkhaus (Gütersloher CDU-Bundestagsabgeordneter), Thomas Kossendey (Staatssekretär im Verteidigungsministerium) und Carsten Linnemann (Paderborner CDU-Bundestagsabgeordneter).
In Berlin traf sich Linnemann mit dem zuständigen Verteidigungs-Staatssekretär Thomas Kossendey. Der Staatssekretär erklärte, dass die Zukunft des Bundeswehrstandorts unmittelbar mit dem Abzug der britischen Streitkräfte zusammenhänge. Noch gebe es aber keine konkrete Planung für einen Abzug der Briten. Linnemann nach dem Gespräch: „Insbesondere für den Bundeswehr-Standort in Augustdorf wäre es kontraproduktiv, wenn wir jetzt schon die frei werdenden Flächen verplanen.“ Viele Zeitsoldaten leben im nördlichen Kreisgebiet Paderborns. Kossendey erklärte, dass die Zukunftsfähigkeit eines Standortes auch davon abhänge, ob in der Umgebung ausreichend Übungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Dies spiele für die Frage, welche Zukunft der Standort Augustdorf hat, eine große Rolle. Welche Standorte der Bundeswehr geschlossen werden, entscheidet sich dem Staatssekretär zufolge wahrscheinlich in der zweiten Jahreshälfte 2011.

Fest stehe nach dem Gespräch der geplante Ablauf. „Die Briten werden zunächst dem Bundesamt für Wehrverwaltung melden, welche Flächen sie freigeben. Dann wird geprüft, ob bei der Bundeswehr Bedarf besteht, diese Flächen zu nutzen. Über das Ergebnis wird die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben informiert. Sollte die Bundeswehr schließlich kein Interesse an der Nutzung haben, wird sich die Bundesanstalt wegen der Verwertung der Liegenschaften mit den betroffenen Kommunen in Verbindung setzen“, erläuterte Linnemanns Fraktionskollege aus Gütersloh, Ralph Brinkhaus, der auch an dem Gespräch teilnahm.