Mitglieder der CDU-Fraktion und des CDU-Vorstands haben das Übungsdorf der britischen Streitkräfte an der Sennestraße unter Führung des Deutschen Militärischen Vertreter Senne, Oberstleutnant Mann,besichtigt.
Während der Besichtigung wurden zahlreiche Fragen zur Nutzung des Komplexes von den Vertretern der CDU gestellt. So sei mit der ersten Übung erst in einigen Wochen zu rechnen. Bei einer möglichen Räumung des Truppenübungsplatzes durch die britischen Streitkräfte sei der Abbau rückstandslos möglich.
Die Wände des Dorfes sind in Stecktechnik, ähnlich LEGO-Steinen, aufeinandergestellt. Fundamente für die Häuser wurden nicht gegossen. Die Häuser im Dorf bestehen aus Fertiggaragen und Schiffscontainern.
Ins Auge springt der Nachbau einer Moschee mit Minarett und blau-gelbem Dach. Hier übe die Truppe den Respekt gegenüber den religiösen Gebräuchen Afghanistans. Kampfhandlungen seien hier nicht vorgesehen.
Für die Hövelhofer CDU ist der gefundene Standort, der im übrigen von Umweltschützern maßgeblich mitbestimmt wurde, sicherlich nicht optimal, da dieser von der Panzerringstraße her sichtbar ist.
Auf der anderen Seite wird der Truppenübungsplatz Senne seit mehr als 100 Jahren militärisch genutzt. Es sollte jedem bekannt sein, dass in der Senne das Verhalten in militärischen Konflikten geübt wird. Das sich der Trainingsbetrieb heute von reinen Schießübungen zu komplexen Ausbildungen verändert hat, ist auch der asymmetrischen Bedrohung durch Fundamentalisten geschuldet.
Die CDU Hövelhof empfiehlt den britischen Streitkräften, über den geplanten Betrieb in und um das Dorf die Bevölkerung besser zu informieren. Im übrigen sei es nicht wünschenswert, dass der Durchgangsverkehr in Richtung Bad Lippspringe noch stärker als bislang eingeschränkt wird.
Hinsichtlich der Lärmbelästigung zeigt sich die CDU optmistisch, dass der Lärmpegel in diesem Bereich zurückgehen wird. Während der Übungen in diesem Dorf sei ein paraleller Betrieb der Schießbahn F nicht mehr möglich.