CDU Gemeindeverband Hövelhof

CDU will Bürger zur Schulstruktur befragen

Schulstrukturdebatte darf kein Wahlkampfthema werden

Nach den Sommerferien - im September 2014 - wird die Gemeinde in Zusammenarbeit mit der Bezirksregierung eine Umfrage über die Zufriedenheit mit dem Hövelhofer Schulsystem beginnen. Zunächst ist eine Informationsveranstaltung geplant, in der über die bestehenden weiterführenden Schulen und mögliche Alternativen dazu informiert wird.

Anschließend sollen die Eltern der Hövelhofer Schüler befragt werden, wie zufrieden sie mit dem derzeitigen Angebot sind und welche Änderungen sie wünschen. Befragt werden sollen nach Vorschlag der CDU die Eltern der Grundschulkinder (Klasse 1 bis 4), sowie die Eltern der Kinder, welche die Sekundarstufe I (Klasse 5 bis 10) besuchen.

Damit ist die CDU in der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in weiten Teilen der Anregung der Bürgerinitiative "Schullandschaft Hövelhof" gefolgt, die jedoch die Umfrage auf die Eltern der Kinder im Alter von 0 bis 10 Jahren beschränkt wissen wollte.
Hövelhofer SchulzentrumHövelhofer Schulzentrum
Der CDU ist es wichtig, dass das komplexe Thema "Schulstruktur" nicht für den derzeitigen Kommunalwahlkampf instrumentalisiert wird. Dazu ist dieses Thema von zu großer Bedeutung. Eine Debatte über das Hövelhofer Schulsystem sollte nicht polemisch abgehandelt werden, zumal nicht die Politik allein über die Zukunft der weiterführenden Schulen entscheiden könne, sondern der Elternwille ausschlaggebend sei. Ein zukunftsfähiges Schulsystem der Sekundarstufe I muss von einer breiten Mehrheit der Gesellschaft akzeptiert werden. Der Ablauf der Debatte in Delbrück darf für Hövelhof kein Vorbild sein.

Sehr genau habe man in der Vergangenheit und auch in diesem Jahr das Anmeldeverhalten der Hövelhofer Eltern beobachtet. Zwar liegen noch nicht alle Rückmeldungen der Schulanameldungen vor, dennoch sei nicht zu verkennen, dass 13 Kinder aus Hövelhof an der neuen Delbrücker Gesamtschule angemeldet worden seien. Daher ist es richtig, dieses Thema aufzugreifen und in einer sachlichen Diskussion weiterzuentwickeln.

Kurzfristig, noch vor der Kommunalwahl Ende Mai, über das Hövelhofer Schulsystem zu entscheiden, wie von einigen Interessenvertretern gefordert, ist wenig sinnvoll. Dieses Schuljahr ist bereits so gut wie abgeschlossen. Viele Brückentage, die Osterferien und die nahenden Sommerferien machen eine Planung und eine Ermittlung des Elternwillens auf Basis eines Fragebogens unmöglich.

Die von der Bürgerinitiative gewünschte "wissenschaftliche Begleitung" durch ein externes Unternehmen wird von der CDU Hövelhof abgelehnt. Auch die Bezirksregierung hält bei der Hövelhofer Einwohnerzahl und der übersichtlichen Struktur die Einbindung eines teuren Fachbüros für nicht sinnvoll.
Der Hinweis der Bürgerinitiative, dass ein von der Gemeinde allein entwickelter Fragenkatalog "beeinflussend wirke", kann so nicht richtig sein. Schließlich werden die Vertreter der Bürgerinitiative bei der Erstellung des Fragebogens mit eingebunden.