CDU Gemeindeverband Hövelhof

Diskussion zur Schullandschaft in Hövelhof

Fakten zur Diskussion

Bereits im Jahr 2010 hat sich der Hövelhofer CDU-Vorstand sehr intensiv mit den Veränderungen der Schullandschaft beschäftigt. Fernab jeder ideologischen Diskussion der 70er Jahre steht für viele Kommunen die Sicherung eines Basisangebotes der Sekundarstufe I im Vordergrund. Viele Kommunen können aufgrund zurückgehender Schülerzahlen noch nicht einmal mehr eine Hauptschule vor Ort sicherstellen. Andere Kommunen haben ihre Schulstandorte - wie in der Stadt Delbrück - auf mehrere Ortschaften verteilt und können in diesen Orten das bisherige Bildungsangebot nicht mehr aufrecht erhalten. Eine weitblickende Politik, die von der CDU getragen wurde, hat in Hövelhof jedoch andere Voraussetzungen geschaffen. So haben wir mit einem Schulzentrum Haupt- und Realschule an einem Standort. 
Vor einem Jahr - im September 2012 - wurde über den im Juni 2012 von der Verwaltung vorgelegten Schulentwicklungsplan im zuständigen Schulausschuß diskutiert. Der Schulentwicklungsplan zieht Bilanz, untersucht Schülerbewegungen der Vergangenheit und prognostiziert die Schülerstruktur der Zukunft.

Der vorgelegte Entwurf sollte bereits im Juni 2012 verabschiedet werden. SPD und FDP hatten Beratungsbedarf angekündigt, so dass eine Verabschiedung erst 84 Tage später erneut auf der Tagesordnung des ASJ (Ausschuss für Schule und Jugend) stand.

Lediglich aus den Reihen der CDU wurde ein Vorschlag eingebracht, der eine wesentliche Ergänzung und ein politisches Versprechen beinhaltet:

Der Gemeinderat garantiert den Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern, Eltern und Schulleitungen, dass ihre Anregungen und Wünsche in den politischen Gremien wohlwollend beraten werden. Die Gemeinde Hövelhof hat bereits in den letzten Jahrzehnten bewiesen, dass ihr eine gut funktionierende Schullandschaft am Herzen liegt. Die vorhandene Infrastruktur, die landesweit vorbildhaft ist, beweist, dass dem Schulträger die Bildung unserer Kinder immer ein außerordentlich wichtiger Schwerpunkt gewesen ist und bleiben wird.

Die anderen politischen Gruppierungen hatten keine Vorschläge zur Weiterentwicklung des Hövelhofer Schulsystems in den 84 Tagen zusätzlicher Beratungszeit entwickeln können.

13 Monate nach der Verabschiedung des Schulentwicklungsplanes und 7 Monate vor der Kommunalwahl wird erkennbar, dass die jetzt stattfindene Veranstaltung der Einläutung des Wahlkampfes dient. Sowohl die Grünen als auch die SPD haben erklärt, dass sie das Thema Schule zum Wahlkampfthema machen werden und das bisherige Schulsystem aus Haupt- und Realschule in Frage stellen wollen. Die Veranstalter haben erklärt, dass sie eine ideologiefreie Veranstaltung planen. Gleichwohl wurden nur Vertreter von Gesamtschulorganisationen eingeladen. Vertreter von Haupt- oder Realschulverbänden sind nicht auf der Versammlung vertreten. Die CDU wird die aus ihrer Sicht einseitig gestaltete Veranstaltung daher nicht begleiten.

Es gibt viele gute Gründe, an dem Schulsystem der Vielfalt in Hövelhof festzuhalten: gute Übergangsquoten in Arbeit, Beruf oder weiterführende Schulen, Halbtagesunterricht, kleine Klassen insbesondere an der Krollbachschule, gute Betreuung schwächerer Schüler und so weiter.

Letztendlich entscheiden aber die Eltern jedes Jahr mit ihrem Anmeldeverfahren über das Hövelhofer Schulsystem. Sollte die Hauptschule nicht mehr genügend neue Schüler gewinnen können, so wird die CDU gemeinsam mit den Eltern - und das recht pragmatisch - mögliche Alternativen besprechen.