Die hervorragende Arbeit der Krollbachschule spiegelt sich sehr deutlich in den Übergangsquoten zum Schuljahresende wieder. Auf Anfrage des CDU-Fraktionsvorsitzenden Wilfried Lappe kann Schulleiter Michael Stolpmann mit Recht stolz feststellen: „Wer in Ausbildung will, wird in Ausbildung gebracht.“ Firmen würden verstärkt nach Auszubildenden fragen. 2/3 der 10A-Schüler und 50% der 10B-Schüler gingen direkt in ein Ausbildungsverhältnis. Die übrigen Schüler wechseln zu Gesamtschulen, Gymnasien und den Berufskollegs und streben die Fachhochschulreife oder das Abitur an. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit über „Starter-BANG“ in ein Ausbildungsverhältnis zu kommen. Letztlich würde kein Schüler unversorgt zurückbleiben.
Zur konzeptionellen Ausrichtung der Krollbachschule führten Schulleiter Michael Stolpmann und Stellvertreterin Dietlind Schäfer ein Gespräch mit dem Schulausschussvorsitzenden Udo Neisens und dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Wilfried Lappe. Gezielte individuelle Förderung ist der Schlüssel zum Erfolg, ein Baustein seit 2012 die „Familienklasse“. Das Konzept ist im Rahmen des Projekts „2.Chance-Schulverweigerung“ entstanden. Die Familienklasse ist eine präventive Maßnahme im Rahmen der individuellen Förderung und unterstützt Schülerinnen und Schüler, wieder mit Erfolg lernen zu können und sich eine Chance auf einen erfolgreichen Schulabschluss zu erarbeiten. Der Familienklasse liegt die Erkenntnis zugrunde, dass eine intensive Zusammenarbeit mit den Eltern von großer Bedeutung für den Erfolg der Arbeit mit schulverweigernden Kindern ist. Sollen Kinder ihre schulverweigernde Haltung aufgeben, dann gelingt dieses am besten mit der Unterstützung ihrer Eltern. Diese werden intensiv in die schulische Arbeit eingebunden.
„Aus meinen beruflichen Erfahrungen weiß ich, dass jede Maßnahme richtig ist, die früh präventiv eingreift. Wir unterstützen diese Arbeit gerne auch durch finanzielle Mittel, obwohl dies eigentlich Aufgabe der Landesregierung ist“, so Gemeinderat Wilfried Lappe.
Die Krollbachschule verfolge aktuell die Konzeption einer Halbtagsschule, allerdings sei eine Übermittagsbetreuung mit einem pädagogischen Angebot im HOT gewährleistet. Das „Sozialwerk für Bildung und Jugend gGmbH aus Olsberg“ habe mittlerweile die Betreuungsaufgaben übernommen. Eine enge Vernetzung zwischen schulischer Arbeit und dem Betreuungsangebot sei laut Schulleiter Michael Stolpmann gewährleistet. „Die Freiwilligkeit ist ausdrücklicher Wunsch der CDU“, so Ausschussvorsitzender Udo Neisens. „Jugendliche können auch die vielfältigen Angebote der Sport- und Musikvereine sowie der christlichen Jugendgruppen wahrnehmen und ihre Freizeit individuell gestalten. Freiwilligkeit vor Pflicht, Wahlmöglichkeit vor verbindlicher Festlegung!“ Damit könne auch das ehrenamtliche Engagement der Zukunft gefördert werden.
„Die Wünsche der Schulleitung zur Erneuerung der Schulküche, der Notwendigkeit eines Behinderten-WC im Erdgeschoss und dem Umbau des Spielcafes nehmen wir gerne auf und werden uns im Zuge der anstehenden Haushaltsberatungen hierfür einsetzen. Wir wollen die hervorragende Arbeit der Krollbachschule auch in den kommenden Jahren unterstützen“, so die Zusage der beiden CDU-Gemeinderäte. „Wir werden die Entwicklungen in der Region und die demografischen Veränderungen genau beobachten. Anfragen von Eltern aus benachbarten Orten werden wir wie in den vergangenen Jahren auch weiter positiv aufgreifen und für die notwendige Infrastruktur sorgen.“