Politischer Aschermittwoch der CDU in Espeln
Traditionell veranstaltete die Senne CDU ihren politischen Aschermittwoch im Bürgerhaus in Espeln.
Doch in diesem Jahr begann man den Aschermittwoch zunächst mit einem Gottesdienst in der Herz-Jesu Kirche zu Espeln, um einen gelungenen Start in die 40-tägige Fastenzeit feiern zu können.
Ein ganz besonderer Dank geht an dieser Stelle nochmals an den Pastoralverband, der diesen Gottesdienst um 18.30Uhr erst ermöglicht hat.
In diesem Jahr konnte man Anton Rampsel und Heinrich Fortmeier als Redner gewinnen, die den zahlreich erschienenen Gästen den geplanten Bau der Hövelsenner Kapelle emotional näher bringen konnten.So strichen beide heraus, dass die Kapelle der langjährige Wunsch der Hövelsenner Bevölkerung sei und dass die Realisierung dieses Projektes zur Identitätsförderung aller Hövelsenner beitrage.
Besonders beeindruckend ist die langjährige und vielseitige Geschichte der ehemaligen Kirche auf dem heutigem Truppenübungsplatz, welche von beiden Rednern mit vielen Anekdoten anschaulich vermittelt wurde.
Der Ortsteil Hövelsenne ist- wie die Muttergemeinde auch- kurz nach dem 30jährigen Krieg (1618-1648)besiedelt worden und entwickelte sich fortan prächtig.
Baubeginn für die Kapelle war Mitte der Goldenen Zwanziger, also zu Zeiten der Inflation, so dass sich die geplanten Baukosten auf 100 Millionen DM-Mark bezifferten.
Besonders hervorzuheben hierbei ist, dass die Mittel ausschließlich aus den Händen der heimischen Hövelhofer Bevölkerung stammte.
Im Jahre 1930 konnte die Hövelsenner Kapelle dann endgültig fertig gestellt werden und war ab diesem Zeitpunkt die kirchliche Heimat der Hövelsenner.
Zu den Gottesdiensten wurden die Pastore mit einem Fahrservice in die Hövelsenne geholt, um dort die Heilige Messe abzuhalten.
Doch bereits im Jahre 1939 sollte sich das Leben der Bevölkerung drastisch ändern. In diesem Jahr begann die Umsiedlung, so dass im Jahre 1942 bereits die Hälfte der ursprünglich 135 Familien die Hövelsenne und damit ihre Heimat verlassen mussten.
Im Jahre 1950 wurde dennoch eine neue Orgel angeschafft; jedoch fand am 3.11.1974 mit der Hubertusmesse die letzte Messe in der Kirche statt.
Bereits im Jahre 1960 war durch den Truppenübungsplatz das Ende der Hövelsenne besiegelt worden.
Doch bis heute hält sich der Wunsch der Hövelsenner nach einer neuen Kapelle hartnäckig, so dass es auch wenig verwundert, dass trotz der schwierigen Erreichbarkeit, die Überreste der alten Hövelsenner Kirche nach wie vor bestens gepflegt sind.
Um ihren Wunsch zu realisieren, stehen die Hövelsenner bereits seit einiger Zeit in Kontakt mit dem Kreis Paderborn und werden dabei tatkräftig von Bürgermeister Michael Berens (CDU) unterstützt.
Eine der Hauptfragen war die Standortwahl, die sich als äußerst schwierig erwies.
Doch Ende des letzten Jahres dann ein Meilenstein für die Kapellenbefürwörter: Landrat Manfred Müller (CDU) konnte den so genannten positiven Bescheid zur Bauvoranfrage überreichen.
Der geplante Standort befindet sich jetzt an der Kreuzung Sennestraße/Panzerringstraße.
So konnte Rampsel den Interessierten berichten, dass bereits ein Förderverein für die geplante Hövelsenner Kapelle gegründet wurde und bereits zahlreiche Mitglieder zähle, aber jeder weitere Unterstützer herzlich willkommen sei.
Gleichzeitig erinnerte Rampsel daran, dass „die Hövelsenne eine Kulturlandschaft gewesen sei und dass das starke ehrenamtliche Engagement der Hövelsenner“ ein klares Votum gegen den von der rot-grünen Landesregierung geplanten Nationalpark sei.
„Auch stelle die Kapelle ein Ort der Erinnerung und des Innehaltens dar, der auch von nachfolgenden Generationen aufrecht erhalten werde“, so Ramspel in seinen abschließenden Worten.
Im Anschluss gab es wie gewohnt ein gemütliches Heringsessen und dabei bot sich die Gelegenheit, dass Modell der geplanten Kapelle in Augenschein zu nehmen und sich über dieses Vorhaben auszutauschen.