CDU Gemeindeverband Hövelhof

Vom Hövelhof-Bazillus infiziert

100-Prozent-Ergebnis für Michael Berens beim Wahlparteitag der CDU

Mit einem Traumergebnis von 77 Stimmen ohne Gegenstimme oder Enthaltung nominierte der CDU-gemeindeverbad der Sennegemeinde Hövelhof den amtierenden Bürgermeister Michael Berens als Kandidaten für eine dritte Wahlperiode. In weiteren Wahlgängen stellte der 323 Mitglieder zählende Gemeindeverband beim Wahlparteitag in der Gaststätte "Mühlenschänke" auch die Bewerber für die Wahlbezirke auf Gemeinde. und Kreiseben auf.
Foto: Ralph Meyer (NW)Foto: Ralph Meyer (NW)
Mit einem "ausgewogenen Mix" und "bewährten Politikern" gehe die CDU-Mannschaft an den Start, erklärte Parteichef Udo Neisens. Die Rolle des ambitionierten Stürmers falle wieder Michael Berens zu, der eine "beeindruckende Bilanz vorgelegt" habe und den auch andere Kommunen gerne verpflichtet hätten. Neisens ist überzeugt, dass das politische Spiel in der Senngemeinde härter wird, drängen doch die Grünen nach zehnjähriger Abstinenz wieder auf die kommunale Bühne.

Die von den drei Oppositionsparteien kurz vor der Wahl entfachte Debatte um die Schulsysteme wertete Neisens als "durchsichtiges Manöver". "Wir wollen das bewährte Schulsystem so lange wie möglich erhalten", ergänzte der Vorsitzende. Gleichwohl werde die Union die Elternwünsche beobachten und reagieren, "wenn die Zeit reif ist". Scheinheilig, so Neisens, forderten die Grünen offene Bürgerbeteiligung und hätten sich doch schon längst auf die Sekundarschule festgelegt. Ferner fragte sich der Vorsitzende, warum sich SPD-Fraktionschef Marco Schäfer sich vor eine "grüne Rikscha" spannen lasse.

Schließlich warnte Neisens vor "ökologischen Eiferern"m die noch immer die Senne zum Nationalpark machen wollten und unterstrich die Bereitschaft der CDU, die Wirtschaftskraft fördern zu wollen und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Wörtlich sagte er: "Wir in Hövelhof sind nah bei den Menschen, wir sind die Bayern des Kreises Paderborn."

In einer kämpferischen Rede betonte Michael Berens, auch nach fast zehn Jahren im Amt sei er noch immer vom Hövelhof-Bazillus des gelebten Gemeinschaftsgefühls infiziert und sehe sich als Bindeglied zwischen den Generation.

Der Gemeinde bescheinigte er eine hohe Investitionskraft und ein gutes Klima. Hoffnungen auf Wachstum setzt er auf ein interkommunales Gewerbegebiet mit der Stadt Schloss Holte-Stukenbrock.

Zur Schulfrage erklärte Berens, in der Sennegemeinde sei Inklusion bereits gelebte Praxis und versprach, auf Elternwillen zu reagieren, "wenn wir ihn spüren". Die jüngsten Äußerungen der Opposition nannte er "Wahlkampfgetöse".

Den ständig wachsenden Tourismus bezeichnete der Bürgermeister als "zweites Standbein", das Gastronomie und Wirtschaft gut tue. Angesichts von 150 Zuzügen in nur einem Jahr sagte er: "Wir sind ein interessanter Standort".