CDU Gemeindeverband Hövelhof

100 % für Michael Berens

CDU wählt Kandidaten zur Kommunalwahl

Der amtierende Bürgermeister der Gemeinde Hövelhof hat allerbeste Aussichten, auch nach der Kommunalwahl im Juni Chef im Rathaus zu bleiben. Die CDU, die die Mehrheit im Gemeinderat stellt, wählte Michael Berens am Wochenende ohne Gegenstimme zu ihrem Kandidaten.
Zwei Männer, die in der Hövelhofer Kommunalpolitik Verantwortung tragen, wollen sich weiter engagieren: CDU-Chef Udo Neisens (links) gratuliert dem amtierenden Bürgermeister Michael Berens zu dessen Wahl. Zwei Männer, die in der Hövelhofer Kommunalpolitik Verantwortung tragen, wollen sich weiter engagieren: CDU-Chef Udo Neisens (links) gratuliert dem amtierenden Bürgermeister Michael Berens zu dessen Wahl.

Einen Konkurrenten hatte der 40-jährige Verwaltungsbetriebswirt diesmal nicht, bei der letzten Kommunalwahl 2004 musste er sich noch in einem spannenden Bewerberduell gegen Christoph Schön durchsetzen. Das, was Berens seit seinem Amtsantritt in der Nachfolge von Werner Thor angepackt hat, findet bei den Christdemokraten höchste Anerkennung: Minutenlang applaudierten sie ihrem Führungsmann nach seinem Wahl-Triumph. In einer mitreißenden Rede, die Michael Berens ohne Manuskript in der Hand vor dem Wahlgang hielt, zählte er seine Erfolge im Amt und seine Pläne für die Zukunft auf. »Ich bin Bürgermeister mit Haut und Haaren, manchmal träume ich nachts noch von dem, was ich gerade tue oder am nächsten Tag vorhabe«, sagte Berens. »Es macht mir einfach Freude, gemeinsam mit den Menschen in der Gemeinde etwas Gutes für die Gemeinde zu gestalten.«

Stolz ist der Rathauschef darauf, einer wirtschaftlich starken Kommune vorzustehen. Hövelhof hat eine Vielzahl von mittelständischen Unternehmen, die rund 4000 Arbeitsplätze bieten, und eine gute Infrastruktur. »Diese Stärke möchte ich ausbauen«, kündigte Berens an, »Arbeitsplätze sind das A und O, damit die jungen Leute im Ort bleiben.« Er sicherte Landwirtschaft und Naturschutz gleichzeitig zu, bei einer möglichen Ausweitung der Hövelhofer Gewerbeflächen auch deren Belange zu berücksichtigen.

Die Bildungspolitik bezeichnete der Christdemokrat als weiteren Schwerpunkt seiner Arbeit. Bereits jetzt seien Kindergärten und Schulen in der Gemeinde gut ausgestattet. Doch es müsse darüber nachgedacht werden, weitere Plätze für die Allerkleinsten in den Kindergärten anzubieten und die Ganztagsbetreuung in den Schulen zu optimieren.

Am Herzen liege ihm auch die Verschönerung des Ortskerns, sagte Berens. »Wer uns besucht, soll sagen: Mmmh, dieser Ort ist freundlich und liebenswert, hier mag man wohnen, arbeiten und einkaufen.« Mit der Sanierung von Jagdschloss und Ehrenmal-Umgebung sei ein Anfang gemacht.

Im Anschluss an die Wahl ihres Bürgermeisterkandidaten bestimmten die CDU-Mitglieder die Direktkandidaten für die 17 Wahlbezirke der Gemeinde. Dabei folgten sie ohne Personaldiskussion den Vorschlägen des Vorstands. Über besonders viel Zuspruch durften sich Hartmut Rübbelke und Michael Kersting freuen, auch sie erhielten ausschließlich Ja-Stimmen.

Bei der Besetzung der Reserveliste kam es zu einer Kampfabstimmung um die Plätze sechs und sieben. In einem zweiten Wahlgang konnte sich Christa Bröckling schließlich gegen Boris Krieger durchsetzen, ihr Einzug in den Gemeinderat gilt als wahrscheinlich. Derzeit verfügt die CDU über 24 der 34 Sitze.

»Die Erfolgsgeschichte Hövelhofs geht weiter«, blickte der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbands, Udo Neisens, zuversichtlich voraus. Mit gewissem Stolz machte er darauf aufmerksam, dass auf Sennesand offenbar Bürgermeisterkandidaten besonders gut gedeihen. Dieter Merschjohann, der das Lichtenauer Rathaus ins Visier genommen hat, ist Hövelhofer; Burkhard Schwuchow, den es auf den Chefsessel der Bürener Verwaltung zieht, leitet derzeit noch das Hövelhofer Bauamt.