CDU Gemeindeverband Hövelhof

Kreisverkehr an der Delbrücker Straße

Gemeinderat stellt Mittel bereit

Bereits seit dem Jahr 2008 wird der Bau eines Kreisverkehrs an der Delbrücker Straße / Grüner Weg diskutiert. Bürgermeister Michael Berens und sein Team haben in den letzten Jahren viele Gespräche mit dem Land NRW hinsichtlich einer Umsetzung der Pläne geführt. So hatte auch die CDU-Fraktion im Sommer 2020 noch ein Gespräch mit dem damaligen NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst initiert. Das Land NRW hatte den Bedarf eines Kreisverkehrs jedoch nicht erkannt und damit auch eine Kostenübernahme oder -beteiligung abgelehnt.

Zeichnung des geplanten Kreisverkehrs. Quelle: Gemeindeverwaltung HövelhofZeichnung des geplanten Kreisverkehrs. Quelle: Gemeindeverwaltung Hövelhof

Mit der geplanten Entwicklung des Mischgebietes an der Delbrücker Straße (Wohnen und "nichtstörendes Gewerbe" / Handwerk) hat sich jetzt die Frage gestellt, wie dieses Gebiet zu erschließen ist. Diese soll u. a. über eine Straße gegenüber des Grünen Weges erfolgen. Dazu muss in allen Optionen die Einfahrt zum Bruchweg verlegt werden.

Dazu sind jetzt die Vorbereitungen und Entscheidungen zu treffen. Die Gemeindeverwaltung hatte dazu in den Haushaltsplan einen Betrag in Höhe von 1,4 Mio. EUR vorgesehen. Das hatte viele Ratsmitglieder überrascht. Daher wurden zwei Anträge eingereicht, um diesen Punkt vor der Verabschiedung des Haushaltes zu beraten. Der Antrag der SPD sah vor, die Maßnahme angesichts der schwierigen Haushaltssituation in das Jahr 2028 zu verschieben. Der Antrag der FDP sah vor, dem zuständigen Fachausschuss mögliche Alternativen vorzutragen.

In der Ratssitzung konnte Bauamtsleiterin Carolin Rüther die Maßnahme konkret vorstellen. Der vorgesehene Betrag umfasst die gesamte Maßnahme: inklusive Baumschnitt, Verrohrung des Schwarzwasserbaches, die Haltestellen, die Verlegung der Einfahrt des Bruchweges etc. Keineswegs koste ein Kreisverkehr 1,4 Mio. EUR - sondern es ist der Haushaltstitel für alle Maßnahmen. Eine Alternative, z. B. eine Kreuzungsanlage, würde daher nach überschlägigen Schätzungen ähnliche oder maximal leicht geringere Kosten verursachen bei einer schlechteren Umsetzbarkeit.

Bei einer Ampelkreuzung würden weitere Probleme entstehen: wo und wie sind die Haltestellen zu errichten, wie sind diese zu erreichen. Die höhere Verkehrssicherheit erreiche zudem ein Kreisverkehr. Insbesondere wird der aus Delbrück einfahrende Verkehr auf der geraden Strecke abgebremst.

Die SPD, die zwar den Kreisverkehr wünschte, beharrte auf ihrem Antrag. Allerdings hätte sich damit nicht die Kostensituation entspannt (so wurde auch vorgetragen, dass sich die Kosten in den letzten Jahren erheblich erhöht hätten), da die Verwaltung auch in den nächsten Jahren mit Kostensteigerungen im Baugewerbe rechnet. Zudem hätte sich die Entwicklung des dringend gewünschten Mischgebietes verzögert. Der SPD-Antrag wurde von der Ratsmehrheit abgelehnt. Die FDP hatte ihren Antrag als erledigt angesehen.

Damit kann die Maßnahme mit Baumschnittmaßnahmen schon schnell starten.