CDU Gemeindeverband Hövelhof

Bürgerschaft leistet weiter Widerstand gegen Nationalparkpläne

Veranstaltung von Bürgerbewegegung, FDP und CDU in Hövelhof

Die Bürgerbewegung gegen einen Nationalpark im Teutoburger Wald und in der Senne hat gemeinsam mit der CDU und der FDP die Bürgerschaft nach Hövelhof eingeladen. Mehr als 200 Interessierte sind der Einladung nachgekommen. Volles Haus im Saal Kersting. Der Widerstand gegen die Pläne der rot-grünen Landesregierung, in OWL einen Nationalpark zu errichten, ist weiterhin groß.
Volles Haus im Saal KerstingVolles Haus im Saal Kersting
Für Ralf Gerdes, der Sprecher der Bürgerbewegung, wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass es den Befürwortern eines Nationalparkes bislang nicht gelungen sei, eine ähnlich große Anzahl an Bürgern für ihr Projekt einzuladen und zu begeistern. Der Widerstand wächst und bleibt hartnäckig.

Für Bürgermeister Michael Berens war es wichtig, den Begriff der Heimat hervorzuheben. Die Senne sei Heimat für viele Menschen. Jetzt wollen grüne Politiker vom Schreibtisch in Düsseldorf erneut den Menschen die Senne wegnehmen, nachdem bereits aufgrund der Truppenübungsplatzerweiterung der blühende Ortsteil Hövelsenne geräumt werden musste.

Auch die Landtagsabgeordneten Volker Jung und Marc Lürbke unterstützen im Rahmen ihrer Arbeit in Düsseldorf die Ziele der Bürgerbewegung. Volker Jung beschrieb in seinem Statement die Arroganz der Regierenden, als mehr als 35.000 Unterschriften übergeben wurden.




Udo Neisens, CDU-Chef in Hövelhof, machte deutlich, dass Rot-grün die derzeitige Kulturlandschaft vernichten wolle. Die Senne dürfe nicht sterben. Er wies auch auf die in den Rat der Gemeinde eingebrachte Resolution hin. In dieser solle die Gemeinde Hövelhof ihre Ansprüche bei einem Verzicht des Bundes auf Flächen geltend machen. "In den Händen von Bürgermeister Berens ist die Senne besser aufgehoben, als in den Händen von Minister Remmel.", so Neisens.

Dr. Andreas Wulf, Bürgermeister der Gemeinde Augustdorf und anerkannter Naturschutzexperte, verdeutlichte den anwesenden Bürgern die Pläne der rot-grünen Landesregierung. Weder die Senne noch der Teutoburger Wald könne die Zielvorgaben der IUCN nach 75 Prozent Prozessschutzflächen erfüllen. Auch bestehe ein Zielkonflikt darin, dass Flächen des Naturschutzgroßprojektes Senne direkt an Nationalparkflächen angrenzen. Hier werde für viel Geld der Wald umgebaut. Auch seien zahlreiche Wohnhäuser und Produktionsstandorte in direkter Nachbarschaft zu Prozessschutzflächen angesiedelt.

Prinz zur Lippe machte in seinem Statement deutlich, dass er mit allen Mitteln gegen einen Nationalpark kämpfen werde. Es sei nicht mit dem alten lippischen Recht vereinbar, dass Flächen des lippischen Landesverbandes getauscht werden.