FFH-Gebietsmeldungen "Sennebäche"

Vorstände aus Verl, Hövelhof und SHS tagten

02.12.2008, 12:52 Uhr

Erstmalig in ihrer Geschichte haben sich Vorstandsmitglieder der CDU-Verbände aus Hövelhof, Schloß Holte-Stukenbrock und Verl zu einem Gedankenaustausch getroffen. Zentrales Thema waren die FFH-Gebietsausweisungen „Sennebäche“. Die Landesregierung hat erst kürzlich in einer Pressemitteilung verlauten lassen, dass die Sennebäche weiterhin Bestandteil des europäischen Netzwerkes „Natura 2000“ bleiben sollen.

„Wir sind enttäuscht, dass die Landesregierung sich nicht den Argumenten der von der IG Sennebäche getragenen Bürgerinitiative angeschlossen hat.“, so Udo Neisens, CDU-Vorsitzender aus Hövelhof. Der gewünschte Dialog über die tatsächliche Meldewürdigkeit der Gebietskulisse und mögliche Alternativflächen sei einseitig abgebrochen worden, kritisiert die CDU. Das Land beabsichtigt, mit den Gemeinden und Verbänden eine Vereinbarung abzuschließen, die den Status der FFH-Gebiete regelt. Eine solche Vereinbarung wird seitens der CDU mit großer Skepsis betrachtet. „Wir sind auf den Inhalt einer solchen Vereinbarung gespannt und werden einen vorzulegenden Entwurf einer umfassenden Prüfung unterziehen“, erklärt Hans Schäfer, Vorsitzender der CDU aus Schloß Holte-Stukenbrock.

Vereinbart haben die CDU-Vertreter, dass künftige Entscheidungen hierzu nur einstimmig und gemeinsam getroffen werden. Josef Lakämper, der CDU-Chef aus Verl: „Wir wollen jetzt, stärker denn je, als eine geschlossene Einheit auftreten. Wir werden den zuständigen Gremien nach der rechtlichen und fachlichen Prüfung eines Vertragsentwurfes eine gemeinsame Empfehlung vorlegen.“. Es wurde beschlossen, nach Vorlage des Vertragsentwurfes die Bürgermeister und Vertreter aus der IG Sennebäche zu einer weiteren Gesprächsrunde einzuladen.

Gemeinsamkeiten und Ideen für eine weitergehende Kooperation der drei Kommunen wurden ebenfalls besprochen. Alle drei CDU-Verbände sehen ihre Gemeinden als Bestandteil einer Wirtschafts- und Wachstumsregion an der oberen Ems. Die interkommunale Zusammenarbeit in Wirtschafts- und Verwaltungsfragen wird in Zukunft den weiteren Dialog der drei CDU-Verbände begleiten.