Politischer Aschermittwoch in Espeln

Stöppel berichtet über das Dorschulmuseum Riege

23.02.2015, 19:30 Uhr

Zum traditionellen politischen Aschermittwoch hat die CDU auch in diesem Jahr wieder Mitglieder und Interessierte in das Bürgerhaus in Espeln eingeladen. In diesem Jahr konnte man Ferdinand Stöplle als Referenten gewinnen, der in seinem Vortrag das Dorschulmuseum Riege vorstellte.

Nach dem Besuch des Aschermitwoch-Gottesdienstes in der Pfarrkirche Herz-Jesu zu Espeln konnte Vorsitzender Wilfried Lappe rund 60 Mitglieder und Interessierte zum traditionellen politischen Aschermittwoch der CDU im Espelner Bürgerhaus begrüßen.

In seinen einführenden Worten betonte er die Stärke der Sennegemeinde. So sei man mit einer Arbeitslosenquote von 3,7% ganz vorn im Kreis Paderborn. Im Vergleich hierzu liegt die durchschnittliche Arbeitslosenquote im Kreisgebiet bei 6,4%.

Gleichzeitig machte Lappe den aktuellen Flüchtlingszustrom als große Herausforderung für die Sennegemeinde aus und dankte gleichzeitig allen Bürgerinnen und Bürgern für die große Hilfsbereitschaft. Weiterhin verurteilte er die grausamen Anschläge von Paris und Kopenhagen und warb für Meinungsfreiheit. In diesem Zusammenhang schloss er sich auch der Meinung der Paderborner Abgeordneten Daniel Sieveke (MdL) und Carsten Linnemann (MdB) an, und betonte, dass er „nicht Charlie sei“ und stellte heraus, dass Satire nicht alles dürfe und die Menschenwürde nicht verletzt werden dürfe.

Mit Blick auf die Situation in OWL forderte er eine engere Kooperation mit den Nachbarkommunen, um OWL eine stärkere Stimme zu verleihen. Insbesondere mit Blick auf das geplante Parlament des Rhein-Ruhr Gebietes müsse man mit den Nachbarkommen Gemeinsamkeiten finden. So könne man vom Wachstum der Nachbarkommunen auch selbst profitieren.

Als diesjähriger Gast hielt Ferdinand Stöppel, Leiter des Dorfschulmuseums in Riege, einen beeindrucken Vortrag über die 200 jährige Geschichte der Dorfschule in Riege und verschaffte den Anwesenden so einen tollen Einblick in frühere Zeiten, welche mit originalen Dokumenten wunderbar belegt wurden.

Unter anderem wurden Dokumente gezeigt, welche die geringen Lehrergehälter darlegten. Und auch das Strafbuch der damaligen Schülerinnen und Schülern hatte Stöppel im Gepäck und veranschaulichte deutlich, wie sehr sich die pädagogischen Erziehungsmaßnahmen in den letzten Jahrzehnten verändert haben.

Auch verschaffte Stöppel einen Einblick in die unterschiedlichen Sprachstile der vergangenen 200 Jahre.

Am Anfang wies die Dorfschule nur eine geringe Anzahl an Schülerinnen und Schülern auf, welche jedoch stetig ansteigen sollte, weshalb man sich bereits ab 1880 mit einem Neubau beschäftigte, der dann im Jahre 1910 eingeweiht werden konnte.

Als das Gebäude dann leer stand, war es Wolfgang Paul, der sich für eine Verwendung des Gebäudes als Heimathaus oder Schulmuseum einsetzte. So sammelte er alte Schulbücher, Schulbänke und viele weitere Relikte aus vergangenen Jahrzehnten und baute so eine eindrucksvolle Sammlung an historischen Materialien auf.

Als dann Manfred Schneider die Arbeit Pauls übernahm, erweiterte er das Dorfmuseum um ein weiteres Highlight. So schuf man für Besuchergruppen die Möglichkeit, Unterricht wie vor 100 Jahren zu erleben.

Dass diese Idee gut ankommt unterstreichen die Besucherzahlen des Museum: So seien von 2000 bis 2014 20.000 Besucher von nah und fern gezählt worden.

Besonderes Highlight des Museums, welches auch vom Verein „Senne Original“ genutzt wird, ist sicherlich die originale Schulglocke.

Ferdinand Stöppel bedankte sich weiterhin bei Bürgermeister Michael Berens für die tolle Zusammenarbeit und das große Engagement für das Dorfschulmuseum.

Gefeiert werden soll das 200 jährige Bestehen am Wochenende vom 7. bis 9 August 2015. Bis dahin wird auch das Buch über das Dorfschulmuseum fertig gestellt sein.