Udo Neisens gibt Rechenschaft ab

CDU-Chef blickt auf 2 Jahre Arbeit zurück

02.11.2012, 16:00 Uhr | Udo Neisens

CDU-Vorsitzender Udo Neisens hat auf dem Gemeindeparteitag der Senne-CDU Rückschau auf 2 Jahre Arbeit des CDU-Vorstandes gehalten. Schwerpunkt der thematischen Arbeit waren dabei die Schulpolitik und das große Thema Nationalpark. Auch zwei Landtagswahlkämpfe galt es vor Ort zu organisieren.

Rückblickend sei man stolz auf das erreichte. Insbesondere das Thema "Nationalpark" werde man weiter bearbeiten müssen. Zwar seien die Pläne in Lippe gescheitert, aber für die Senne gälte das noch nicht.

In seiner Rede hat Udo Neisens auch persönlich Stellung bezogen:

Was treibt mich an, Verantwortung in der CDU zu übernehmen? Ich habe im Frühjahr diesen Jahres mit mir gerungen, ob ich nochmals hier antreten soll.

CDU-Vorsitzender zu sein, heißt auch für die Dinge verantwortlich zu sein, die man nicht beeinflussen kann. Und es läuft nicht wirklich rund auf den anderen Ebenen.

CDU-Vorsitzender zu sein, heißt viel zu organisieren, andere Leute zu motivieren, auch wenn man selber nicht immer motiviert sein kann.

CDU-Vorsitzender zu sein, bedeutet auch Fehler zu machen, die andere verzeihen und andere nicht.

CDU-Vorsitzender zu sein, bedeutet ein Ehrenamt auszufüllen aber keine Ehre zu erhoffen.

CDU-Vorsitzender zu sein, macht viel Arbeit, viel Spaß und manchmal auch nicht.

CDU-Vorsitzender zu sein, wird von manchen beachtet und einigen verachtet.

CDU-Vorsitzender zu sein, bedeutet andere zu begeistern aber nicht immer begeistert zu sein.

Wer andere begeistern will, muss selber begeistert sein. Diese Flamme der Begeisterung kann von vielen Quellen gespeist werden. Einige dieser Quellen sind versiegt, andere Treibstoffleitungen lecken.

Aber hier vor Ort, erhalte ich die notwendige Treibstoffzufuhr. Ich habe ein verdammt gutes Team, das mit vielen Talenten gesegnet ist. Stellvertretend möchte ich aus meinem Kernteam Hartmut Rübbelke, Rita Schmidt, Christian Berg und Wolfgang Steinrücke nennen.

Ich habe sehr ernsthaft geprüft, ob dieser Treibstoff noch ausreicht, das stolze Schiff der Senne-CDU für weitere zwei Jahre zu führen. Nach meinen Berechnungen reicht dieser Treibstoff noch aus, um noch einmal diese Aufgabe für zwei Jahre auszuüben.

Vielleicht wird es aber die letzte Runde sein. Aber ich bin zuversichtlich, dass es der CDU immer gelingen wird, aus den Vereinen und Verbänden ihren Nachwuchs zu generieren.


In seinem Ausblick machte Neisens deutlich, dass die CDU die Art und Weise der Wahlkämpfe neu organisieren müsse. So seien die bisherigen Methoden, einige Samstage sich um runde Tonnen mit Sonnenschirmen zu versammeln und Papier, Kugelschreiber und Fähnchen abzuwerfen nicht mehr zeitgemäß. Die CDU werde bereits im Bundestagswahlkampf das Gespräch mit dem Bürger suchen und zwar dort wo er wohnt.

Auch müsse die CDU das Thema "Rekommunalisierung von E.ON Westfalen-Weser" mit Parteimitgliedern und Bürgern diskutieren. Eine Beschlussfassung in vertraulichen Runden sei unverantwortlich.